Landesmeisterschaften im Rettungsbootfahren 2017

Zärtlich küssten die tiefhängenden Wolken den Ibbenbürener Aasee mit feuchtem Zungenschlag, als sich 48 wagemutige Helden in ihren 12 Rettungsbooten in Fluten stürzten, um unter sich die Meister auszufahren.

Was sich so lyrisch anhört, ist ein fester Termin im Kalender der DLRG-Retter. Jeweils am letzten Samstag im September findet der Rettungsbootvergleichswettkampf des Landesverbands Westfalen statt – eine Pflichtveranstaltung der Katastrophenschützer.

Dieses Jahr wurden wir zum Ibbenbürener Aasee gerufen. Pünktlich um 5 Uhr (morgens) trafen wir uns an der Station, um die Abfahrt vorzubereiten. Um 7 Uhr sollten die Boote am Aasee ins Wasser gelassen werden. Das Wetter zeigte sich zu dieser Jahreszeit von der typischen Seite und die Wolkendecke riss direkt zum Treffen auf und entließ sämtliches gespeichertes Wasser auf uns. Wie gut, dass wir unsere Regenbekleidung hatten. So waren wir schon vor der Abfahrt direkt „geduscht“ und gut auf den Tag vorbereitet. Das tat der guten Laune aber keinen Abbruch, zumal im Laufe der einzelnen Disziplinen auch noch die eine oder andere Welle in das Boot finden wird. In Ibbenbüren angekommen war es dann auch hell und wieder trockener. Leider hielt sich das trockene Wetter nicht sehr lange.

Eine Mannschaft besteht aus 4 Personen, wobei mindestens 2 Bootsführer dabei sein müssen, da in einer Disziplin ein Fahrerwechsel durchgeführt werden muss.

Bei den Landesmeisterschaften geht es nicht nur um das Bootfahren, sondern um die Geschicklichkeit und das Zusammenspiel der ganzen Bootsmannschaft. Während der Bootsführer das Boot um einen Bojenparcours herum steuern muss und weitere fahrerische Übungen absolvieren muss (z.B. zielgenaues stoppen und halten des Bootes, anlegen unter Einsatzbedingungen), muss die Besatzung einen Rettungsball in ein Ziel werfen, einen Verletzten sachgemäß bergen und an Land bringen oder Sandsäcke gewichtsgenau füllen (ohne Waage) und transportieren. Weiterhin muss die gesamte Mannschaft eine verletzte Person durch einen Hindernisparcours transportieren und diverse Knoten vorführen und deren Bedeutung und Anwendung erklären – alles auf Zeit.

Mit den eingefahrenen Ergebnissen können die Ortsgruppen aus dem Bezirk Hellweg zufrieden sein. Die Ortsgruppe Westhofen-Garenfeld belegte den 8. Platz und die Ortsgruppe Bergkamen kam auf Platz 6.

  RBVK2017

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